Die Aulaorgel

1984/85 erhielt die damalige Westfälische Landeskirchenmusikschule ein neues Aulagebäude mit angrenzender Kapelle. Das ursprünglich und schon in den siebziger Jahren als Aulaorgel vorgesehene Instrument erwies sich als zu klein für den Raum, der seinerzeit noch nicht in Planung gewesen war. Man entschied sich für eine neue Orgel und vergab den Bauauftrag an die Firma Rieger aus Schwarzach/Vorarlberg (Österreich). Um nicht zu viele Sitzplätze opfern zu müssen, die für das Publikum der Aulaveranstaltungen benötigt werden, platzierte man die Orgel auf einer Empore, die die gesamte Rückwand der Aula einnimmt.

Gewünscht war ein Instrument, das primär unterrichtlichen Zwecken im Literaturspiel und im Liturgischen Orgelspiel gewidmet ist. Sehr bewusst wurde deshalb keine historisch pointiert ausgerichtete Disposition und Bauart gewählt, da gerade die Aulaorgel den Unterricht stilistisch sehr unterschiedlicher Werke gestatten sollte. Nötig erschienen für den Unterricht die Dreimanualigkeit bei drei selbstständigen Manualwerken und Pedal sowie der Einbau eines Schwellers und einer Setzeranlage.

Das Instrument wurde 1991 fertig gestellt, pünktlich zur Umwandlung der Westfälischen Landeskirchenmusikschule in die Hochschule für Kirchenmusik.

Die Disposition der Aula-Orgel

Pedal (C – f’, dis unter dis’, parallel)

1. Subbaß 16’
2. Gemshorn 8’
3. Choralbaß 4’
4. Fagott 16’
5. Schalmey 4’
6. I/P
7. II/P
8. III/P

Positiv (III, C – g’’’)

9. Holzgedackt 8’
10. Rohrflöte 4’
11. Principal 2’
12. Quinte 1 1/3’
13. Regal 8’
14. Tremulant

Schwellwerk (II, C – g’’’)

15. Koppelgedackt 8’
16. Unda maris 8’
17. Traversflöte 4’
18. Quinte 2 2/3’
19. Terz 1 3/5’
20. Mixtur 4’
21. Oboe 8’
22. Tremulant

Hauptwerk (I, C – g’’’)

23. Principal 8’
24. Spitzflöte 8’
25. Octav 4’
26. Gemshorn 2’
27. Mixtur 1 1/3’
28. Trompete 8’
29. II/I
30. III/I