27. November 2019, 18 Uhr: Werkstattkonzert (Herford)

"Da pacem Domine": Europäische Chor- und Klaviermusik

Werkstattkonzert mit geistlicher Chormusik aus Romantik und Moderne sowie mit Werken für Klavier von Ravel und Rachmaninow

27. November 2019, 18 Uhr
Petrikirche, Herford

Die Studierenden des klassischen und des Pop-Bereichs stellen Werke vor, die sie am selben Tag mit Prof. Anne Kohler erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen Vertonungen von Messtexten:

Kyrie und Sanctus aus der Messe Es-Dur von Josef Gabriel Rheinberger bilden einen klangvollen Rahmen.

Aus der Feder des norwegischen Komponisten Knut Nystedt stammt eine Vertonung des Gloria.

Weitere inhaltliche Akzente setzen die Incantations des zeitgenössischen irischen Komponisten Michael McGlynn mit einem fortwährend wiederholten Alleluja.

Dramatisch bis wohlklingend vertont Felix Mendelssohn Bartholdy Psalm 43 "Richte mich, Gott".

Der Aufruf zum Frieden "Da pacem Domine" für Chor a cappella des estnischen Komponisten Arvo Pärt fokussiert ein zentrales Anliegen geistlicher Musik.

Das Chorprogramm wird ergänzt durch Werke für Klavier: Von Maurice Ravel erklingt La Valse, von Sergej Rachmaninow der erste Satz seiner 2. Sonate B-Moll.

Als Gastdirigentin konnte die an der Hochschule für Musik in Detmold lehrende Professorin Anne Kohler gewonnen werden. Die Klavierbeiträge gestaltet Kyungsik Yu, der sich derzeit an der Hochschule in Herford auf sein Konzertexamen vorbereitet.

Gemeinsames Musizieren und Austausch gehören zum festen Studienprogramm der Studierenden an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford (Kirchenmusik Klassisch) und Witten (Kirchenmusik Popular), hier beim Chortag in der Petrikirche im Mai 2019. Foto: Hochschule für Kirchenmusik

"Werkstattkonzerte" der Hochschule für Kirchenmusik

Mit dem Format der "Werkstattkonzerte" präsentieren die Studierenden am Ende eines intensiven Studientages das dort erarbeitete Programm. Die dargebotenen Werke werden nicht  abschließend (im Sinne von perfekt "konzertreif"), einstudiert. Der Anspruch an Perfektion tritt zurück gegenüber einem Fokus auf Vielfalt und Experiment - bei der Auswahl der Werke ebenso wie beim Einüben.

Seit der Einführung des Bachelor-Studiengangs Kirchenmusik Popular (zum Wintersemester 2016/2017) gehören der Austausch und die regelmäßige musikalische Begegnung der Klassisch- und der Popular-Student*innen zum festen Studienprogramm an der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten. Am 16. Mai 2019 mündete der gemeinsame Chortag des Sommersemesters erstmals in eine abschließende öffentliche Präsentation in Form eines "Werkstattkonzerts", für das die Hochschule zu Gast sein durfte in der Herforder Petrikirche. Die Raumkonzeption der Petrikirche ermöglicht in ganz besonderer Weise die musikalische Begegnung und insbesondere das gemeinschaftliche Musizieren von Studierenden und Gemeinde.

Chortag und Werkstattkonzert

Da die Hochschule für Kirchenmusik die beiden Studienbereiche Klassisch und Popular an zwei verschiedenen Standorten durchführt, sind die gemeinsamen Lehrveranstaltungen von besonderer Bedeutung, um über das regelmäßige gemeinsame Musizieren in einen fundierten inhaltlichen Austausch zu gelangen. Interesse und Kenntnisse im stilistisch jeweils anderen Bereich sowie der kreative Umgang mit Mitteln und Formen aus beiden Bereichen wachsen dadurch geradezu dynamisch.

Diese starke Lebendigkeit möchten die Studierenden auch der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie laden deshalb nun regelmäßig - je Semester ein Mal - Gemeinde und alle Interessierten zum Abschluss des gemeinsamen Chortags ein, wenn sie die erarbeiteten Werke als Programm in einem konzertlichen Rahmen präsentieren.