13. Juni 2021: Examenskonzert + Künstlerische Reifeprüfung + Orgeltag Westfalen

17:00 Uhr
ST. MARIEN STIFTBERG
Stiftbergstraße 33, Herford

Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 8 Euro

Es bleiben einige Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus leider erforderlich - wir bitten dafür um Verständnis:

  • begrenzte Platzzahl (100)
  • Anmeldung / Reservierung (siehe unten)
  • Vorlage eines Nachweises einer Corona-Immunisierung (zweifache Impfung) oder einer Genesung oder eines maximal 48 Stunden zurückliegenden negativen amtlichen Testergebnisses. Wir bitten um unaufgeforderte Vorlage (inkl. Personalausweis oder eines anderen amtlichen Lichtbildausweises) beim Eintritt.
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des Konzertes (Stand 09. Juni 2021)

Anmeldung / Reservierung

Zur Anmeldung senden Sie eine Mail unter Angabe von Name / Vorname / E-Mail-Adresse /Telefon.

Reservierte Karten können von 16:00 bis spätestens 16:45 Uhr unter Vorlage des Corona-Nachweises (siehe oben) abgeholt werden. Danach gehen nicht abgeholte Karten in den freien Abendverkauf. 

Das aktuelle, geringe Infektionsgeschehen macht es möglich: Das Examenskonzert der Master-Studierenden Nils Fricke, Hagen Heinicke und Dariia Lytvishko sowie die Künstlerische Reifeprüfung von Anna Padalko im Fach Oratorien- und Liedgesang können mit Publikum stattfinden!

Zugleich ist das Konzert ein Beitrag der Hochschule zum Orgeltag Westfalen, der am Sonntag, 13. Juni 2021, in der Evangelischen Kirche von Westfalen gemeinsam mit den drei katholischen Bistümern Paderborn, Essen und Münster begangen wird. Die Orgel spielt eine besondere Rolle als konzertantes Instrument in der Kantate von Johann Sebastian Bach, die im Rahmen des Konzertes in der Herforder Marienkirche erklingen wird.

Konzertprogramm

Arne Melnäs - "Omnia tempus habent" (Alles hat seine Zeit)

Mezzosopran-Solo

Johann Nepomuk Hummel - Messe in B-Dur, op. 77

(Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei)

Chor, Streicher, Orgel 

Steve Dobrogosz - Mass

(Introitus, Kyrie, Gloria, Credo)

Chor, Streicher (+ Viola II, + Cello II), Klavier

Johann Sebastian Bach - Geist und Seele wird verwirret, BWV 35

Alt-Solo, Oboen, Streicher, Obligate Orgel

Mitwirkende

Violine: Živana Schmilgun, Burkhard Schmilgun

Viola: Julie Wagner, Barnaby Brown

Cello: Michael Corßen, Hartmut Legelli

Kontrabass: Andreas Jung

Oboe: Eckart Adorf, Annika Liebe

Englischhorn: Andrea Müller

Klavier: Stanislav Unland-Boianov

Orgel: Christoph Grohmann

Chor der Hochschule für Kirchenmusik

Alt-Solo: Anna Padalko

Leitung: Nils Fricke, Hagen Heinicke, Dariia Lytvishko

Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Hildebrand Haake

Anna Padalko

Dariia Lytvishko

Hagen Heinicke

Nils Fricke

Christoph Grohmann - Orgel

Stanislav Unland-Boianov - Klavier

1 Mensch - 2 Füße - 10 Finger - 1001 Möglichkeiten

Nach 3 Jahren ist es wieder soweit: Ganz Westfalen feiert die Orgel. Häufig im Rücken der Gemeinde platziert, wird sie am Sonntag, 13. Juni 2021, verdientermaßen mal so richtig ins Blickfeld gerückt.

Organistinnen und Organisten, Kirchengemeinden, Orgelbauvereine, Klöster, Orgelbauwerkstätten und alle weiteren Orgel-Schaffenden in Westfalen bieten vielfältige und lebendige Veranstaltungen rund um ihre Orgel bzw. rund um das Thema Orgel. Als Kooperationspartnerin des Orgeltags lässt selbstverständlich auch die Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten die Königin der Instrumente an diesem Tag in besonderer Weise erklingen.

Nach den guten Erfahrungen mit dem ersten Orgeltag Westfalen im Sommer 2018 veranstaltet die Evangelische Kirche von Westfalen den zweiten Orgeltag Westfalen in ökumenischer Zusammenarbeit mit den drei Bistümern Essen, Münster und Paderborn. Weitere Kooperationspartner sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Stiftung Orgelklang und das Posaunenwerk Westfalen.

Mehr Informationen zur Herforder Orgel-Zelebration finden Sie demnächst hier und auf www.orgeltag-westfalen.de. Dort finden Sie außerdem alle Veranstaltungen westfalenweit für diesen Tag.

Und Eindrücke von den Veranstaltungen der Hochschule für Kirchenmusik Herford am Orgeltag 2018 finden Sie HIER

 

 

Mit der Orgel per „Du“

Die Orgel ist eindeutig ein Star unter den Musikinstrumenten. Mit ihrer imposanten Größe und dem ausgefeilten technischen Aufbau beeindruckt sie schon rein optisch. Sie strahlt Würde und „Royalität“ aus. Allerdings sind Orgeln durch ihren räumlichen Standort, der sich in Kirchen meistens im Rücken der Gemeinde auf einer Empore befindet, häufig „unsichtbar“. Was liegt also näher, als die Orgel regelmäßig akustisch und optisch in den Blick zu nehmen und sie einmal ganz persönlich kennenzulernen! 

Beschäftige Dich mit ihr. Gehe nahe ran. Lass Dir von dem/der Kirchenmusiker*in die Orgel erklären, zeigen, vorspielen. Wie wäre es mit einem kleinen Privatkonzert? Vielleicht je ein kurzes Stück aus dem 16. /17. /18. /19. /20. / 21. Jahrhundert vorspielen lassen? Spüre die Entwicklung der Orgelmusik. Einiges wird Dir gefallen, anderes möchtest Du eventuell nie wieder hören. Komme ins Gespräch mit dem/der Organist*in! Klettere (unter Aufsicht) in die Orgel hinein. Staune über die Statik eines Orgelgehäuses, über die vielen Holz- und Metallbauteile, über die wunderbare Machart eines Pfeifenfeldes und auch über dessen grafische Wirkung! Wo steht die größte Pfeife?  Wie ist sie eigentlich gegen das Herausfallen gesichert? Wo versteckt sich die kleinste Orgelpfeife? Vielleicht darfst du auch mal eine Pfeife verstimmen – und dann bitte nicht vergessen, sie auch wieder auf die korrekte Tonhöhe zu bringen! Magst Du ein kleines Orgelvideo drehen? Lass Dir die Gemeinsamkeiten zwischen einer Pfeifenorgel und einem Synthesizer erklären (ja – es gibt diese)! Warum darf eine Orgel auch mal „spucken“? Warum bekommen die Pfeifen oft „einen auf den Deckel“? Warum brauchen manche Pfeifen eigentlich eine Krücke? Muss eine Orgel wasserdicht sein (denn immerhin braucht sie von Zeit zu Zeit eine Wassersäule)? Wo sind eigentlich Trompete, Posaune und Fagott versteckt, die doch vorne auf den Registerschildern stehen? 

Als krönenden Abschluss lass Dich von der Orgel „umpusten“, indem Du im wahrsten Sinne des Wortes alle Register ziehst und dann einfach mal losspielst! 

Was - Du kannst gar nicht spielen? Egal - die Orgel ist dir nicht böse für ein schüchternes Niederdrücken der Tasten. Was übrigens immer geht: Mit dem linken Fuß die unterste Pedaltaste drücken, und dann einige weiße Tasten mit den Fingern nacheinander drücken. Es könnte sein, dass es dann „… nicht schön, aber laut“ klingt. Aber wetten wir: Dein Gesicht wird danach strahlen, und Du wirst am selben Tag noch irgendeinem Menschen von dieser Begegnung erzählen!

Matthias Nagel